Zusatzmotivation auf 4-8 Pfoten

Ich habe durchgehalten, trotz Arbeit, kalter Jahreszeit und was einen sonst noch vom Trainieren „abhalten“ könnte. Das Wetter hat sogar gut mitgespielt und unsere neuen Vierbeiner scheinen bei wirklich jedem Wetter Spaß am Laufen zu haben…

Links Pflegehund, rechts neues Familienmitglied.

Zum Antesten bin ich mit Sicherheitsgeschirr und 12m-Schleppleine bereits im Dezember mit dem 2-jährigen Australian Shephard losgezogen. 6km und der Hund bekam gar nicht genug. Die nächste Runde umfasste schon 10km mit Steigungen, immer Vollgas und nicht zu bremsen.

Auf Silvester war es trocken und damit die 2 jungen Hunde später richtig müde sind, bin ich 3 Stunden Intervalle rund um den Lindelberg gelaufen. Die Kids tobten anschließend noch volle 4 Stunden mit ihnen. Kurz vor Mitternacht waren beide Hunde platt und das Feuerwerk verschliefen sie.

Im Januar testete ich „Cani-Cross“, Hunderennsport für Läufer mit Hund – da lief sie sehr unerwartet und ausschließlich (!) bei Fuß… schade. Andererseits nicht das Verkehrteste bei Schneematsch und Eisregen. Die Blondine durfte altersbedingt noch keine so intensiven Läufe begleiten, erst in ein paar Monaten.

Trainingseinheit mit Sicherheitsgeschirr und Schleppleine

Den Australian Shephard konnten wir im Februar weitervermitteln, die Blondine genießt seither alleine und glücklich ihr „Für-Immer-Zuhause“. Letztes Jahr mussten wir uns ja leider binnen weniger Wochen von unseren alten Hundedamen verabschieden :-(( und die bergigen Läufe waren auch nix mehr für sie.

Rosi beim gemütlichen Spaziergang auf meinem Lieblingstrail, 2017
Lola auf ihrem letzten Spaziergang, die 180 Höhenmeter wollte sie unbedingt nochmal rauf 🙁

Jedenfalls läuft unsere Blondine sehr gut mit, zunehmend sicherer und mit lockerer Leine. Sie wird mich die nächsten Monate beim Trainieren begleiten…

Vorfreude: WKEL Bamberg 2019…

Eigentlich laufe ich nur ungern auf Asphalt. Aber weil der Weltkulturerbelauf 2017 so schön war, habe ich vor einigen Wochen den Wecker ein paar Minuten früher gestellt, um doch wieder einen der heiß begehrten Halbmarathon-Startplätze in Bamberg zu ergattern. Kurz darauf waren die Plätze für den WKEL Sparkassenlauf in Bamberg über 21,1km vergriffen…

Ich freue mich bereits jetzt auf die tolle Stimmung an der Strecke! Klatschende, trommelnde Menschen, mit Sambatrommeln, Kochtöpfen und vielem mehr. Menschen, die dich anbrüllen, wenn du dich bei Kilometer 19 etwas hängen lässt. „Selbst ein Schäuferla läuft schneller“ stand da auf Schildern. Fototeam Müller hat 2017 reihenweise mein Dauergrinsen eingefangen 😀

Für die rund 350-400 Höhenmeter trainiere ich, so weit es die Zeit zulässt. Knackig kurze und langgezogene Anstiege, längere Distanzen, verschiedene Tempi. Das Intervall-Training lässt sich herrlich mit Geocaching verbinden… 4 Tradi-Dosen auf 16km und eine sagenhafte Aussicht hoch überm Regensberg – Wahnsinn, der Wolkendecke so nah!


Und nur wenige Wochen später stelle ich mich der nächst höheren Herausforderung… 570* Höhenmeter beim Frankenweg Trail-Halbmarathon… was mich da erwartet?!

*) Laut GPS waren es 750, nicht 570…

„Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende.“

(Quelle unbekannt)

Checkliste Halbmarathon

Samstag, 29. April 2017. Heute fand die Ausgabe der Startunterlagen statt, morgen ist es soweit: Weltkulturerbelauf, 21,1km quer durch Bamberg! Mein erster Halbmarathon, auf den ich schon so lange warte. Zeit, sich noch einmal Gedanken zu machen, ob ich irgendetwas vergessen habe…

Kleine Checkliste:

  • Akkus geladen? (BT-Headset, Smartphone, HF-Sensor)
  • Startnummer, Zeitchip, Sicherheitsnadeln?
  • Kleine Trinkflaschen? Und überhaupt: Habe ich heute schon genug getrunken?
  • Evtl. Sonnenbrille, Stirn-, Schweißband, Funktionskleidung passend zum Wetter?
  • Kenne ich die Strecke, wichtige Orte, Parkgelegenheiten?
  • Krankenkassen-Karte und ein bisschen Bargeld? Man kann ja nie wissen…

Und kurz vor dem Start:

  • Schnürsenkel ordentlich gebunden? Ein beliebtes „Hindernis“…
  • App startbereit und mit BT-Headset und HF-Sensor verbunden?
  • Startnummer und Zeitchip befestigt?
  • Habe ich die richtige Playlist in der Queue? Schnulzen können einen echt ausbremsen!
  • Fühle ich mich wirklich fit?
  • Habe ich die Kaffeemaschine ausgemacht?! (Oder ähnliche sinnlose Fragen…)

Na dann kann´s ja los gehen.
Viel Erfolg!

Lauf-Apps

Unterwegs probiere ich häufig und sehr spontan neue Wege aus, z. B. interessant aussehende Waldwege. Oder ich starte längere Läufe nach einem Familienausflug, querfeldein auf unbekanntem Terrain in der Fränkischen Schweiz. Da ist es praktisch, in der „Wildnis“ doch mal einen Blick in die Karte werfen zu können… mit Ortung, versteht sich 🙂

Meine bescheidenen Ansprüche an eine Lauf-App sind:

  • Stabile GPS-Ortung,
  • Kartenmaterial samt Trampelpfaden,
  • Ansagen zu Distanz und Pace,
  • Herzfrequenzmessung per Bluetooth (Polar H7 Brustgurt) und
  • ein bisschen Mucke auf den Ohren (Aukey Bluetooth Headset).

Etwa 5 Jahre bin ich jetzt mit dem Adidas miCoach (Android) gelaufen, oft machten die Smartphones (Samsung Galaxy S, SII+ und Sony Xperia SP) schlapp, GPS funktionierte nicht oder die App hängte sich auf. Insgesamt war die App aber ok. Ende 2016 verkündete Adidas, die App nicht mehr weiter zu entwickeln. Bis 2018 läuft der Service noch für bestehende Mitglieder, Neuanmeldungen sind nicht mehr möglich.

Runtastic in der kostenlosen Variante war bislang keine Alternative und die vielen Werbe- und Infomails nervten. Doch Adidas kaufte bekanntlich (jedenfalls ich wusste es) Runtastic auf und bot bzw. bietet vorübergehend den kostenlosen Wechsel zu Runtastic Premium an. Die Datenübernahme aller Trainings-, Schuh- und Personendaten klappte auf Anhieb, die Mails lassen sich weitgehend abbestellen.

Runtastic lässt sich hervorragend konfigurieren, zeigt ordentliches Kartenmaterial auch während des Laufens an, man kann dem abgeschlossenen Training Titelbilder verpassen und sich selber auf der eigens gelaufenen Strecke herausfordern. Funktionen wie „Story Running“, bei dem man passend zu Hörbüchern läuft, oder die Facebook-Kopplung und das Anfeuern durch Freunde habe ich selber noch nicht ausprobiert. Ich genieße lieber Musik mit dem richtigen Takt oder einfach die Natur.

Bei Android-Smartphones setze ich GPS Status in der Pro-Version ein. Damit werden regelmäßig A-GPS-Daten heruntergeladen und ermöglichen eine schnellere Ortung. Ist auch beim Geocachen recht praktisch.

Bei der Recherche nach Laufstrecken bin ich auf die Seite GPSies.com gestoßen. Es gibt Routen zum Laufen, Wandern, Nordic Walken, Inline Skaten, Radfahren u. v. m. nach Schwierigkeitsgrad, Länge und z. B. Rundkursen unterteilt. Die Routen können in verschiedenen Formaten heruntergeladen werden. Einige Endgeräte unterstützen den Import dieser Routen. (Bin für Hinweise dankbar, ob ich eine Route als Audioansage während des Laufens aktivieren kann!) Im Google Play Store gibt es eine GPSies App, die werde ich mal ausprobieren und hier berichten…
Registrierte User stellen Routen von ihren erprobten Laufstrecken, aber auch von größeren Ereignissen wie dem Fränkische Schweiz Marathon oder dem Weltkulturerbelauf bereit (bei dem es 2017 übrigens eine kleine Streckenänderung durch Bauarbeiten gibt). Sehr praktisch!

Dann wäre da noch eine App Salomon Running, in der Laufstrecken für 90 Städte weltweit verzeichnet sind. Ich beobachte die App seit einer Weile im Google Play Store, bin aber nicht sonderlich überzeugt von 3,3 Sternen, zumal ich nicht gerne urban laufe.

Ruckediguh, Blut ist im Schuh!

Galerie

Diese Galerie enthält 5 Fotos.

Als ich 2007/2008 mit dem Laufen begann, hätte ich mich nicht gerade in Aschenputtels goldene Schläppchen gezwängt, aber ernsthafte Gedanken über das richtige Schuhwerk oder etwa Funktionskleidung machte ich mir noch nicht. Da wurden die erstbesten Nikes hergenommen, die man … Weiterlesen