Crowdlauf

Über eine Kleinanzeige und den darauf folgenden Schriftverkehr wurde ich auf eine tolle Aktion aufmerksam…

Man erwirbt, ganz knapp gesagt, eine oder mehrere Medaillen, die für eine bestimmte „Mission“ stehen. Diese trägt man dann bei Laufveranstaltungen, Trainings, etc. und macht andere darauf aufmerksam. Vom Kaufpreis kommen mindestens 75% einem Projekt zugute, z. B. Kinderhospizen, Assistenzhunden u. v. m.

Eine gute Idee und die Medaillen sind sehr schön gestaltet:

https://crowdlauf.de/medaillen/

Trails im Allgäu: Tegelberg

Mitte Juni wollten wir als Familienurlaub einmal das Allgäu antesten und waren in Benken untergebracht. Von hier aus gehen verschiedene Wanderrouten ab, zum nahegelegenen Weißensee und steil bergauf zur Burgruine Falkenstein. In diesem Beitrag geht es um die Route…

Tegelberg – Pöllathschlucht – Neuschwanstein

Diese Strecke hat meine Frau recherchiert, wofür ich sehr dankbar bin. Mit der Gondel fuhren wir morgens früh auf den Tegelberg, der noch im Nebel lag. Einige Gleitschirmflieger warteten auf passende Startbedingungen. Langsam verzogen sich die Wolken, die zuerst die Sicht auf Schneefelder unterhalb freigaben, dann einen traumhaften Blick über die vielen Seen ringsum.

Bei schönstem Sonnenschein ging es in den nächsten Stunden rund einen Höhenkilometer über eine beeindruckende, technisch anspruchsvolle 10km-Route hinab. Die Strecke könnte kaum abwechslungsreicher sein: über einen breiten Kiesweg, linke Hand an der Bergstation vorbei, gelangt man zu einem Geröllfeld…

Blick vom Tegelberg auf Forggen- und Bannwaldsee

Es folgen wurzelige, steinige Passagen durch den Wald, teils wie durch einen ausgewaschenen, trocken gefallenen Bachlauf. Die Kids freuten sich über jede noch so kleine Schneeansammlung. Einige Wanderer und Kletterer kamen uns auf diesem Abschnitt entgegen. Dafür, dass die Gondeln so voll waren, erwies sich die Strecke als erstaunlich wenig frequentiert.

Da sich 12m Schleppleine trotz ständigem Aufwickeln gerne an Wurzeln und Vorsprüngen verfangen, entschieden wir uns dazu, unsere Hündin, wo es nur ging, abzuleinen. Sie ließ sich sehr gut dirigieren und lief die Strecke bestimmt zwei- bis dreifach.

Das letzte Drittel der Tour hat es in sich: Hier wird es so richtig alpin – steinig, unwegsam, in Serpentinen lange und steil bergab. Eingeleitet wird dieser Abschnitt durch Metallsprossen, die in den Fels geschlagen wurden und einige Meter bergab führen. Für unseren Labrador-Bergziege-Mix war das kein Problem; sie suchte sich eine Alternative nebendran und wartete am Absatz, bis der Letzte (der mit der Kamera um den Hals) die Sprossen passiert hatte.

Zerklüftete Felsen im letzten Drittel

In der Streckenbeschreibung hieß es, örtlich bestehe Absturzgefahr. Das dürfte insbesondere für die vielen Trampelpfade und Vorsprünge am Abgrund gelten, die aber gleichzeitig einen hervorragenden Blick auf Schloss Neuschwanstein und das Umland bieten.

Auf der Marienbrücke und vor dem Schloss Neuschwanstein war es brechend voll, dass wir die Hotspots schnell passierten. Zuvor wurde die Pöllatschlucht wieder für den Besucherverkehr freigegeben, wo deutlich weniger Menschen unterwegs waren.

Mit dem Verlassen der Schlucht wurden die Wege wieder „normal“. Auf dem Rückweg zum Parkplatz erstreckte sich ein letztes Mal der Tegelberg von Seilbahn bis Schloss Neuschwanstein vor uns.

Panoramafoto mit Screenshot der OutdoorActive-Karte + Höhenprofil

Details und GPX-Datei: https://www.outdooractive.com/mobile/de/route/bergtour/allgaeu/schwangau-tegelberg-marienbrueckenweg/2808912/

Nachtrag: Im Oktober 2019 wurde die Gegenrichtung als technischer Salomon Workshop unter https://www.salomon.com/de-de/experiences angeboten.